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Klaus Cox
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Wussten Sie schon...

… dass namhafte deutsche Unternehmen bereits seit einigen Jahren die Mediation als vorrangiges Mittel zur Regelung von Konflikten nutzen?

Im Jahre 2008 haben sich Vertreter von ca. 30 deutschen Großunternehmen zu einem Arbeitskreis „Round Table Mediation und Konfliktmanagement der deutschen Wirtschaft“ zusammengeschlossen, um sich regelmäßig in einem kooperativen Rahmen zum Thema Konfliktmanagement auszutauschen. Dieser Round Table agiert unabhängig von Beratern und Verbänden, um möglichst gezielt die Perspektiven und Interessen der Nutzer von Konfliktmanagementverfahren in der Wirtschaft zu vertreten und zu entwickeln. Ein zentrales Anliegen des Round Table ist die Verankerung des Themas Konfliktmanagement in den Unternehmen, um im Interesse des ideellen, strategischen und wirtschaftlichen Erfolgs der Unternehmen langfristige Wertschöpfung zu erzielen. Schwerpunkt dieser Bemühungen sind Verfahren der Mediation/Wirtschaftsmediation, um Konflikte zu regeln. Nähere Informationen hierzu finden Sie vor allem auch unter:
www.rtmkm.de   

...dass die Mediation keine neuartige Methode der Konfliktregelung ist?

Ganz im Gegenteil. Die „Mediation“ (lateinisch „Vermittlung“) blickt auf eine mehr als 2000-jährige Geschichte in verschiedenen Kulturen zurück.

Der im Jahre 1648 in Münster geschlossene „Westfälische Friede“, mit dem der seinerzeit in ganz Mitteleuropa herrschende 30-jährige Krieg beendet wurde, ist das Ergebnis einer erfolgreichen Mediation. Die vorausgegangenen Verhandlungen in Münster und Osnabrück zwischen den 148 Gesandten der Kriegsparteien dauerten insgesamt 5 Jahre. Als Vermittler (Mediatoren) zwischen den Kriegsparteien agierten der Kölner Nuntius Fabio Chigi (der spätere Papst Alexander VII.) und der venezianische Diplomat Alvise Contarini. Vor allem Letzterer verhielt sich in den unzähligen Sitzungen konsequent unparteilich und prägte mit seinem Wirken wegweisend die Formen und "Spielregeln" des Verhandelns.  

Auch das „Camp-David-Abkommen“ aus dem Jahre 1978, in dem Israel und Ägypten durch die Vermittlung von US-Präsidenten Jimmy Carter ihren Frieden geschlossen haben, kam durch eine Mediation zustande. 

...dass es zwischen Spanien und den USA in dem Jahr 1997 fast zu einer folgenschweren Auseinandersetzung gekommen ist?

Übersetzung eines im März 2005 von den spanischen Behörden zur Veröffentlichung freigegebenen und an der galizischen Küste am 16.10.1997 tatsächlich so aufgezeichneten Funkgesprächs:

Spanier:
„Hier spricht A 853 zu ihnen, bitte ändern sie ihren Kurs um 15 Grad nach Süden um eine Kollision zu vermeiden ... Sie fahren direkt auf uns zu, Entfernung 25 nautische Meilen ...“

Amerikaner:
„Wir raten ihnen, ihren Kurs um 15 Grad nach Norden zu ändern um eine Kollision zu vermeiden.“

Spanier:
„Negative Antwort. Wir wiederholen: Ändern sie ihren Kurs um 15 Grad nach Süden um eine Kollision zu vermeiden.“

Amerikaner (eine andere amerikanische Stimme):
„Hier spricht der Kapitän eines Schiffes der Marine der Vereinigten Staaten von Amerika zu ihnen. Wir beharren darauf: Ändern sie sofort ihren Kurs um 15 Grad nach Norden, um eine Kollision zu vermeiden.“

Spanier:
„Dies sehen wir weder als machbar noch erforderlich an, wir empfehlen ihnen ihren Kurs um 15 Grad nach Süden zu ändern um eine Kollision zu vermeiden.“

Amerikaner (in stark erregtem Befehlston):
„Hier spricht der Kapitän Richard James Howard, Kommandant des Flugzeugträgers "USS Lincoln" von der Marine der Vereinigten Staaten von Amerika, das zweitgrößte Kriegsschiff der nordamerikanischen Flotte. Uns geleiten zwei Panzerkreuzer, sechs Zerstörer, fünf Kreuzschiffe, vier U-Boote und mehrere Schiffe, die uns jederzeit unterstützen können. Wir sind in Kursrichtung persischer Golf, um dort ein Militärmanöver vorzubereiten und im Hinblick auf eine Offensive des Iraks auch durchzuführen. Ich rate ihnen nicht ... ich befehle ihnen ihren Kurs um 15 Grad nach Norden zu ändern!!!  Sollten Sie sich nicht daran halten, so sehen wir uns gezwungen die erforderlichen Schritte einzuleiten, die notwendig sind um die Sicherheit dieses Flugzeugträgers und auch die dieser militärischen Streitmacht zu garantieren. Sie sind Mitglied eines allierten Staates, Mitglied der NATO und somit dieser militärischen Streitmacht ... Bitte gehorchen sie unverzüglich und gehen sie uns aus dem Weg!“

Spanier:
„Hier spricht Juan Manuel Salas Alcántara. Wir sind zwei Personen. Uns geleiten unser Hund, unser Essen, zwei Bier und ein Mann von den Kanaren, der gerade schläft. Wir haben die Unterstützung der Sender Cadena Dial von la Coruna und Kanal 106 als Maritimer Notruf. Wir fahren nirgendwo hin, da wir mit ihnen vom Festland aus reden. Wir befinden uns im Leuchtturm A-853 Finisterra an der Küste von Galizien. Wir haben eine Scheißahnung welche Stelle wir im Ranking der spanischen Leuchttürme einnehmen. Und sie können die Schritte einleiten, die sie für notwendig halten und auf die sie geil sind, um die Sicherheit ihres Scheiß-Flugzeugträgers zu garantieren, zumal er gleich gegen die Küstenfelsen Galiziens zerschellen wird, und aus diesem Grund müssen wir darauf beharren und möchten es ihnen nochmals ans Herz legen, dass es das Beste, das Gesündeste und das Klügste für sie und ihre Leute ist, nämlich ihren Kurs um 15 Grad nach Süden zu ändern, um eine Kollision zu vermeiden.“